Soja von Fachgesellschaften unter die Lupe genommen

Im heutigen Beitrag wollen wir euch die Standpunkte von gewählten Fachgesellschaften zum Thema Soja präsentieren. Bei den Fachgesellschaften handelt es sich um (inter-)nationale Ernährungs- und Krebsgesellschaften sowie weitere Organisationen im Gesundheitssektor.

Das Thema des Sojas in der Ernährung ist ein viel diskutiertes und es gibt sehr kontroverse Meinungen dazu. Vielerseits werden Behauptungen über negative Auswirkungen von Sojakonsum aufgestellt, die sich jedoch durch intensive Literaturrecherche neutralisieren lassen. Beispiele für negative Soja-Auswirkungen wären, dass der Konsum von Soja das Brustkrebsrisiko erhöht, Männer verweiblicht oder die Entstehung von Alzheimer begünstigt.

Die Standpunkte weltweiter Fachgesellschaften zeigen, dass sich diese positiv für Soja aussprechen, wie wir sogleich sehen werden. Was hierbei jedoch sehr wichtig zu erwähnen ist, ist, dass der Sojakonsum nur für Menschen gedacht ist, die KEINE Sojaallergie haben. Ebenso sollte es vermieden werden, absurd hohe Mengen von Soja und Sojaprodukten zu sich zu nehmen.

Stellungnahmen zur Soja-Thematik

British Dietetic Association: „Die Forschung zu Sojalebensmitteln ist noch nicht abgeschlossen, aber es steht fest, dass Soja ein nahrhafter, sicherer und schmackhafter Bestandteil der Ernährung ist, der gut zu den Richtlinien für eine gesunde Ernährung passt und zahlreiche gesundheitliche Vorteile haben kann.“ [1]

The Israel Dietitians and Nutritionists Association & The Ministry of Health: „Sojakonsum ist in jeder Phase des Lebens einschließlich der Kindheit und Jugend für Männer wie Frauen sicher und bietet eventuell gesundheitliche Vorteile. […] Sojakonsum führt nicht zu vorzeitiger Geschlechtsreife und schadet nicht der Fortpflanzungsfähigkeit von Männern. […] Soja erhöht nicht das Brustkrebsrisiko. […] Der Gebrauch von sojabasierter Säuglings-Anfangsnahrung gilt als sicher.“ [2]

Cancer Council Australia: „Es gibt Hinweise darauf, dass Sojalebensmittel als Teil einer gesunden Ernährung zum Schutz vor Krebs beitragen können. Dies steht im Einklang mit den Empfehlungen des Cancer Councils und den australischen Ernährungsrichtlinien, sich reich an pflanzlichen Lebensmitteln zu ernähren.“ [3]

U.S. National Center for Complementary and Integrative Health: „Außer für Menschen mit Sojaallergie gilt Soja als sicheres Lebensmittel. […] Die derzeitigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Verzehr von Sojalebensmitteln für Frauen, die Brustkrebs hatten oder bei denen ein Brustkrebsrisiko besteht, unbedenklich ist.“ [4]

Die Liste von Fachgesellschaften, die Position bzgl. der Soja-Thematik einnehmen, könnte noch weitergeführt werden (z.B. Dietitians of Canada, American Academy of Pediatrics, American Institute for Cancer Research, American Heart Association etc.). Es gibt auch weitere Ernährungs- und Gesundheitsgesellschaften, die zwar keine expliziten Papiere zu ihrer Soja-Stellungnahme veröffentlicht haben, jedoch den Konsum von Soja und Sojaprodukten in der Ernährung empfehlen.

„Keine einzige der großen Ernährungs- oder Krebsgesellschaften rät vom Konsum von Sojaprodukten ab.“ [5]

Bei Fragen oder Anmerkung zu dieser Thematik freuen wir uns sehr über eine E-Mail an j.fuschelberger@agrisan.at .

 

Referenzen

Rittenau, N. (2019): Vegan-Klischee ade! Wissenschaftliche Antworten auf kritische Fragen zu veganer Ernährung. Mainz: Ventil Verlag UG & Co. KG, S. 366-367

https://www.dge.de/suche/?tx_kesearch_pi1%5Bsword%5D=soja&x=0&y=0

[1] https://www.bda.uk.com/resource/soya-foods.html

[2]https://www.health.gov.il/english/topics/foodandnutrition/nutrition/adequate_nutrition/soy/pages/default.aspx

[3] https://wiki.cancer.org.au/policy/Position_statement_-_Soy,_phyto-oestrogens_and_cancer_prevention#Key_messages

[4] https://www.nccih.nih.gov/health/soy

[5] Rittenau, N. (2019): Vegan-Klischee ade! Wissenschaftliche Antworten auf kritische Fragen zu veganer Ernährung. Mainz: Ventil Verlag UG & Co. KG, S. 365

 

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