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Die Encyclopaedia Britannica 1976 bezeichnet die Sojabohne als die ökonomisch wichtigste Bohne der Welt. Die Sojabohne (Glycinehispida) wird zur Gattung der Schmetterlingsblütler gerechnet. Es gibt ca. 355 Arten, je nach Bodenbeschaffenheit und Klima. Sie ist eine buschige, aufrechte Pflanze mit drei-, fünf- oder siebenteiligen Blättern. Der Stengel ist graubehaart. Pfahlwurzeln mit fein verzweigten Nebenwurzeln führen der Pflanze auch bei großer Trockenheit noch Wasser zu. Die Pflanze wächst jährlich neu und wird je nach Art 30 cm oder über 2 m hoch. Geerntet werden die Bohnen von September bis Oktober und zwar wenn die Blätter gefallen sind und nur noch die trockenen Bohnen an den aufrecht stehenden Pflanzenhalmen zurückbleiben.

Die Sojabohne – die Königin der Bohnen

Im Osten wird die Sojabohne auch heute noch als „das Fleisch der Erde“ bezeichnet. Ohne Übertreibung ist sie eine der ganz wenigen, vollkommenen Nahrungen, die der Mensch kennt.
Die alten Völker Chinas und Japans schätzten die Sojabohne so sehr, dass sie ihr ein hohes Ansehen verliehen und sie zu den „Fünf heiligen Körnern“ zählten. Die vier anderen: Gerste, Reis, Weizen und Hirse.
In China werden Babys solange wie möglich mit Muttermilch ernährt – anschließend mit Sojamilch. Die ersten Süppchen und Breie sind aus Soja hergestellt.
Die Sojabohne wie sie die Natur wachsen lässt, ist Grundnahrung für Milliarden von Menschen und von hohem Nährwert.
Soja, in vielen Produktvariationen -wie es häufig heute auf den Tisch kommt, chemisch und technisch denaturiert – ist davon oft weit entfernt!